Am Wochenende wurde das Audimax I der Technischen Universität Hamburg zum Austragungsort eines echten Finales: 80 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 3 bis 10 konkurrierten im renommierten Mathematikwettbewerb Pangea um Medaillen und zahlreiche Preise.
Neben der Metropolregion Hamburg waren auch Schülerinnen und Schüler aus Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein vertreten. Sie hatten sich in zwei Vorrunden gegen rund 20.000 Teilnehmende durchgesetzt. Insgesamt konnte sich die Region Norddeutschland im Finale neun Platzierungen unter den Top 10 ihres jeweiligen Jahrgangs sichern, darunter sogar ein bundesweiter zweiter Platz.
Auch kreative Lösungen gefordert
Der Weg zum Regionalfinale ist lang und anspruchsvoll. In der Vorrunde im Februar/März bewältigen die Teilnehmenden innerhalb von 45 bis 60 Minuten zwischen 15 und 20 Aufgaben. Die Aufgaben sind so gestaltet, dass sie nicht nur mathematisches Fachwissen abfragen, sondern auch vielfältige Lösungsstrategien und kreatives Denken erfordern.
Die besten 500 Schülerinnen und Schüler jeder Klassenstufe qualifizierten sich anschließend für die Zwischenrunde im April. Mit herausragenden Leistungen gelang es schließlich 80 Teilnehmenden, sich einen Platz im Regionalfinale an der TUHH zu sichern. Bundesweit hatten es 480 Teilnehmende in die Finalrunde geschafft – von ursprünglich 74.000 angetretenen Schülerinnen und Schülern. Die Prüfung fand zeitgleich an mehreren Standorten in ganz Deutschland statt, unter anderem auch in Berlin und München.
Für die Finalprüfung am Samstagmorgen an der TUHH bekamen die 80 Schülerinnen und Schüler je nach Klassenstufe 45 bis 60 Minuten Zeit. Direkt im Anschluss wurden die Aufgaben auf dem Campus ausgewertet, ehe es am Nachmittag zur feierlichen Preisverleihung im Audimax I kam. Hier wurden alle Finalistinnen und Finalisten für ihre Leistungen geehrt und erhielten eine Medaille in Bronze, Silber oder Gold. Zudem wurden unter allen Finalteilnehmenden Sachpreise wie Puzzles, Logikspiele, Tablets und Drohnen verlost.
Besonders herausragende Schülerinnen und Schüler, die sich auf den bundesweiten Plätzen 1 bis 10 positioniert hatten, durften sich zudem über Geldpreise von bis zu 150 Euro freuen. Darunter auch Linus Jonte Gronau aus Delmenhorst. Er erreichte in der Klasse 10 deutschlandweit den zweiten Platz.
Was Mathematik so besonders macht
TUHH-Gastgeber und Mathematik-Professor Marko Lindner betonte in seiner Begrüßungsrede die Universalität von Mathematik – gerade in polarisierten Zeiten: „Es gibt so viele Themen, bei denen man dieser oder auch jener Meinung sein kann und wo die Welt inzwischen aus mehreren Bubbles besteht, die sich untereinander fast gar nicht verstehen, weil sie auch selten miteinander sprechen, sondern immer nur untereinander. Bei Mathe ist das anders: Da kann man alles nachprüfen und beweisen. Da gibt es keine zwei Meinungen und keine konkurrierenden Bubbles. Und was ich bei Mathe auch sehr beruhigend finde: Was einmal bewiesen wurde, das stimmt auch morgen noch – die Mathebücher von Eurer Oma sind immer noch korrekt.“
Für die musikalische Begleitung mit Gitarre und Gesang sorgten die Schülerinnen Marianna Beifuss aus der 11. Klasse des Gymnasiums Süderelbe sowie Semina Alić aus der 11. Klasse des Lloyd Gymnasiums Bremerhaven gemeinsam mit dem Musiklehrer Patrick Ernst.
Zum Wettbewerb
Der Pangea-Wettbewerb richtet sich an Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen und fördert mathematisches Denken und Problemlösekompetenzen in mehreren Runden über das ganze Schuljahr hinweg. Mit seiner bundesweiten Reichweite und durchdachten Aufgabenstellungen gilt der Wettbewerb als wichtiger Baustein zur Nachwuchsförderung im MINT-Bereich. Der Wettbewerb wird von Pangea Wettbewerbe e.V. organisiert, unter anderem in Zusammenarbeit mit Alsterbildungsring e.V.