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15.06.2026

Auf die Zukunft!

370 Absolventinnen und Absolventen der Technischen Universität Hamburg feiern ihren Abschluss
Foto: TU Hamburg/Bittcher
Hoch hinaus! Rund 370 Graduierende werfen vor der Friedrich-Ebert-Halle in Heimfeld ihre Hüte in die Luft

Auch in diesem Jahr war die Friedrich-Ebert-Halle in Harburg wieder bis auf den letzten Platz gefüllt: Hier feierten 370 Studierende und Doktoranden der TU Hamburg gemeinsam mit Familien und Freunden ihren akademischen Abschluss. Moderiert wurde die Veranstaltung von Vera Lindenlaub, Leiterin des Relationship Managements an der TUHH, sowie Kristin Schreiber, ehemalige Alumni & Community Managerin beim Northern Institute of Technology Management (NIT).

TU-Präsident Prof. Dr. Andreas Timm-Giel eröffnete die Feier mit einem Grußwort, in dem er die Graduierenden ermutigte, trotz der aktuellen Herausforderungen aktiv und mutig an der Gestaltung der Zukunft mitzuwirken. „Drei Gedanken möchte ich Ihnen mit auf den Weg geben. Erstens: Bleiben Sie neugierig. Lernen Sie weiter, stellen Sie Fragen und bleiben Sie offen für Neues. Zweitens: Suchen Sie bewusst den Austausch mit Menschen, die anders denken als Sie. Denn die großen Herausforderungen unserer Zeit lassen sich weder innerhalb einer einzelnen Disziplin noch von einem einzelnen Unternehmen oder Land lösen. Drittens: Gehen Sie verantwortungsvoll mit Ihrem Wissen um. Technologie eröffnet Möglichkeiten. Verantwortung beginnt dort, wo wir entscheiden, welche davon Wirklichkeit werden – und wem sie dienen sollen.“

Erkenne dich selbst

In der anschließenden Festrede ging Dr. Stefan Schwantes, Deutschland-Geschäftsführer des Halbleiterherstellers Nexperia und TUHH-Alumni, bis in die Antike zurück. Mit Verweis auf die drei in Stein gemeißelten Weisheiten beim Apollon-Tempel von Delphi, betonte er die dritte Weisheit. „Sie lautete schlicht: Erkenne dich selbst. Ich würde diesen Satz sogar noch etwas erweitern und sagen: Erkenne dich selbst und habe dann den Mut, das Leben zu leben, das du auch leben solltest. Leider scheitern viele Leute an genau dieser einen wichtigen Erkenntnis. Sie erkennen ihre wahren Stärken nicht, sie ignorieren ihre echten Leidenschaften und viel zu oft blenden sie ihre Schwächen aus, anstatt sie zu akzeptieren und anzunehmen.“

Die Graduierenden wurden dieses Jahr durch Saskia Gildehaus vertreten, die im vergangenen Jahr ihren Masterabschluss in Verfahrenstechnik an der TUHH erlangte. In ihrer persönlichen Ansprache ließ sie das Studium Revue passieren und räumte dabei auch mit einigen Mythen auf: „Vielleicht kennen einige den Satz vom Anfang des Studiums noch: ,Schauen Sie nach rechts und links – diese Menschen werden am Ende nicht mehr neben ihnen sitzen.‘ Heute würde ich sagen, das stimmt nicht ganz. Schaut euch doch mal nach links und rechts um. Da sind vielleicht genau die Menschen, mit denen das Studium schön wurde. Die Menschen mit denen man gelacht hat, wenn gerade alles zu viel war. Die Freundschaften, die wir hier geschlossen haben, waren oft ein Rettungsanker. Um vor Prüfungen nicht in Panik zu geraten und zu wissen, wir ziehen das jetzt gemeinsam durch. Oder einfach jemanden zu haben, der neben einen sitzt und genauso wenig weiß, was gerade passiert.“

Musikalisch wurde die Veranstaltung durch die renommierten Kammermusiker Fabian und Louis Sturm begleitet. Sie präsentierten Johan Halvorsens „Passacaglia“ und Astor Piazzollas „Libertango“ für Cello und Klarinette.

Master-Studiengänge in der Mehrheit

Für die feierliche Übergabe der Abschlussurkunden wurden die Graduierenden namentlich auf die Bühne gerufen, wo sie ihre jeweiligen Dekane und Dekaninnen erwarteten. Neben der Abschlussurkunde erhielten sie als Andenken eine Alumni-Tasse des Vereins „Alumni und Förderer der TUHH“. Anschließend kam es zum traditionellen Hutwurf, der die akademische Reise für viele Graduierende symbolisch abschloss.

Insgesamt nahmen rund 370 Studierende an der Abschlussfeier teil. Teilnahmeberechtigt waren alle, die bis März 2026 ihren Abschluss beim Prüfungsamt der TUHH hinterlegt hatten – insgesamt 584 Abschlüsse. Besonders zahlreich vertreten waren die Master-Studiengänge mit 303 Graduierenden, gefolgt von 213 Bachelor-Graduierenden und 68 Promovierenden. Der Frauenanteil liegt insgesamt bei rund 25 Prozent. Besonders viele Absolventinnen und Absolventen brachten die Bachelor-Studiengänge Bau- und Umweltingenieurwesen und Maschinenbau hervor. Unter den internationalen Master-Programmen waren Mechanical Engineering and Management, Microelectronics and Microsystems sowie Mechatronics stark vertreten.

Die TU Hamburg wünscht allen frischgebackenen Alumni viel Erfolg und Tatkraft für ihren weiteren Lebensweg!